2008-02-19

Constantin beisst endlich wieder zu

Von InsideSports @ 09:20 [ Default ]
(anna rey) Im Tourbillon zu Sion lief bereits die 83. Minute. Der St. Galler Thomas Weller trat zum Eckball an, versenkte diesen direkt an Torhüter Germano Vailati vorbei ins Netz und versetzte den Einheimischen einen Schlag in die Magengegend. 2:1 gewann der Tabellenletzte FC St. Gallen gegen den FC Sion, die zweite Heimniederlage in Serie war Tatsache; und die eiserne Faust von Christian Constantin bereits aufgezogen.

Mit voller Wucht liess er diese gleich nach Spielschluss auf seinen Torhüter Germano Vailati niederdonnern. Vailati, der immerhin zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gehört, wurde vom Chef persönlich zusammengefaltet und auf die Ersatzbank degradiert. Wie weit darf ein Präsident gehen? Was müssen sich Trainer und Spieler von einem selbsternannten «Alleskönner» gefallen lassen?



Vorläufig soll nun David Gonzalez den Kasten hüten. Ein 21-Jähriger, der bisher 28 Einsätze in der 1. Liga und deren Null (0, zero, nix, gar keine in anderen Worten!) Einsätze in der Challenge geschweige denn in der Super League absolviert hat. Constantin zeigt einmal mehr, wie mann Profisportler komplett aus der Bahn werfen kann. Ob jetzt der Transfer mit dem alten und neuen Afrika-Cup Sieger Essam El-Hadary klappt oder nicht, sei dahingestellt. Constantin schafft ein Klima der Zweifel, und darin wird kein Spieler zu Sicherheit und Selbstvertrauen findet.

Und trotzdem; Constantin muss man zugute halten, dass er auf Rückschläge reagiert, Fehler (öffentlich) anspricht, zuweilen über das Ziel hinausschiesst und trotzdem immer wieder auf beiden Füssen landet. Der Schweiz täten ein paar Constantins mehr gut! Dieses verweichlichte Getue und zurechthätscheln der äusserst gut bezahlten Profisportler kann einem wirklich auf den Senkel gehen. Bei solchen Kapitalen Fehlern, wie sie sich Vailati geleistet hat, ist es mehr als recht, dass er sich auf der Bank wieder findet. Wer nicht fähig ist, sich einmal pro Woche über 90 Minuten zu konzentrieren und seine Arbeit zu erledigen, der soll auch die Konsequenzen tragen können.

Constantin ist der einzige Präsident der Super League mit Rückgrat. Oli Kahn würde dem Architekten aus Martigny «grosse Eier» attestieren. Gibt es ein grösseres Kompliment?

2008-02-01

Überbezalter Capello verspielt ersten Kredit

Von InsideSports @ 15:53 [ Default ]
(Barni Gambel) Ungläubig vernehme ich gestern, dass Englands Neo-Nationaltrainer Fabio Capello in seinem ersten Ernstkampf (wenn man das aus seiner Warte unbedeutende Spiel gegen die Schweiz vom kommenden Mittwoch überhaupt als solchen bezeichnen kann) auf David Beckham verzichtet. Ein Affront! Nicht nur Beckham gegenüber, der sein 100. Länderspiel im Wembley bestritten hätte, sondern gegenüber einer ganzen Nation. Die Three Lions wissen, was sie am Flankengott haben, pardon, hatten. Auch wenn seine Inszenierungen abseits des Fussballfelds (und natürlich jene seiner Frau) nerven, Beckham hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und gekämpft wie ein Löwe. Wollte Capello eine Verjüngung herbeiführen oder unfitte Spieler ausmisten, hätte er gleich zum Kahlschlag ansetzen müssen.

Da sind persönliche Animositäten im Spiel. Beckham stand Capello schon bei Real vor der Sonne, wurde ausgebotet, ja beinahe rausgeschmissen, schliesslich nach massiver Kritik am Trainer zurückgeholt. Mit seiner Hilfe gewannen die Königlichen letztlich die Meisterschaft. Anstatt Grösse zu zeigen und am Mittwoch den Sunnyboy mit der Stimme eines Wiener Sängerknaben auch nur für eine Halbzeit einzusetzen und damit sein Jubiläum vor eigenen Publikum feiern zu lassen, führt Capello eine peinliche Machtdemonstration vor.




So überrascht das Rascheln im Pressewald wenig. Ich erspare euch die Übersetzungen der britischen Revolverblätter. Soviel ist aber klar: Capello macht sich mit der Ausbotung Beckhams keine Freunde. Die Hundert hätte er Beckham schenken können und beim nächsten Spiel hätte kein Hahn mehr danach gekräht.

Der «TagesAnzeiger» schreibt: Capello nicht ganz 100! (...) aber dass ihm Capello nicht wenigstens 20, 40 oder 60 Minuten Einsatz gewährt in einem Spiel, in dem es für England ja nicht um die EM-Vorbereitung geht, zeugt von mangelndem Respekt gegenüber jemandem, der genug für England geleistet hätte für das Jubiläum von 100 Länderspielen.

Der Sportchef der Gratiszeitung Metro, UK meint: But with exciting young talent like David Bentley, Mark Noble, Ashley Young and even the revived Jermaine Jenas challenging Gerrard, Lampard and Barry for a place in the England midfield and Shaun Wright-Phillips and Aaron Lennon blocking the path on the flanks, it looks as though there will be no momentous swansong for one of the greatest players to have graced English football.

Und das Boulevardblatt «The Sun» stichelt: His decision is not only a snub for Beckham, who had been training with Arsenal to boost his fitness. It also stuck up two fingers to the moneymen at the FA.

Auch die NZZ (Online-Ausgabe) trauert: Beckham von Capello übergangen - Englands Fussball-Auswahl gegen die Schweiz ohne den «Flankengott»

Der englische «Telegraph» will seine Leserschaft schonmal an den eisernen Wind gewöhnen: Fabio Capello leaves no room for sentiment. David Beckham, stranded on 99 caps, has finally become unfashionable.

Was haltet ihr von Capellos Gebahren? Sportlich grüsst, euer Barni

2008-01-21

Ohne Rücksicht auf Verluste

Von InsideSports @ 08:49 [ Default ]
(Barni Gambel) Der Grat ist schmal: 50'000 Zuschauer vor Ort und Millionen vor den Bildschirmen wollen spektakuläre Rennen und Unterhaltung; die Organisatoren unternehmen alles, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Dennoch soll die Sicherheit der Fahrer nicht gefährdet werden. Auf der Streif, woher uns die schlimmsten Sportbilder des Wochenendes erreichten, ein Widerspruch sondergleichen.



Die härteste Rennstrecke der Welt wird jedes Jahr mit allen möglichen Mitteln noch anspruchsvoller, noch gefährlicher und noch unberechenbarer gemacht. Wie die Piloten nach 1:40min Fahrzeit über die (künstlich ruppig gehaltene) Traverse brettern und mit 140 Sachen in den Zielschuss donnern, lässt einen schon vor dem TV erstarren - mit jeder Fahrt von Neuem. Wozu? Warten die Zuschauer gar auf den nächsten Knall? Sind sie derart sensationslüstern, dass sie erst beim Anblick des zitternd am Boden liegenden Scott MacCartney auf ihre Kosten kommen?

Die Frage lässt weitere Fragen zu: Dosiert nicht jeder Fahrer sein Risiko selbst? Weiss nicht jeder, dass er per Jobdefinition am Limit lebt? Silvano Beltrametti, der in Val d'Isère am 8.12.2001 an einer an sich ungefährlichen Stelle fatal stürzte, sitzt seither im Rollstuhl. MacCartney hatte nochmals Glück.

Der Zenit in Kitzbühel ist dennoch erreicht. Wer diese Piste weiter bearbeitet, um noch mehr Spektakel erwirken zu wollen, fördert Stürze wie jenen von Scott MacCartney. Wenn der Kitzbüheler Rennleiter Peter Obernauer sagt: «Wir haben die Wellen bewusst drin gelassen. Da wird es viel Leben geben», ist das nicht mehr als zynisch. Fast hätte es «weniger Leben» gegeben. Und dann hätte die Diskussion erst recht Aufwind erhalten.



Die gute Meldung zum Schluss. Dem Amerikaner Scott MacCartney, der am Samstag so fürchterlich stürzte, geht es besser. Die Ärzte sagen, er werde wohl keine bleibenden Schäden davon tragen.

2008-01-10

Federer gewinnt die Australian Open nicht

Von InsideSports @ 14:37 [ Default ]
[Al Patron] Geht man nach den Buchmachern ist klar: Federer kann gar nicht anders als auch dieses Jahr die Australian Open gewinnen. Nur gerade das 1,6-fache seines Einsatzes bekommt man, wenn man auf den Schweizer setzt. Nicht gerade gut angelegtes Geld. Warum? Das erfahren Sie jetzt:

- Fedi laboriert immer noch an den Folgen einer Magen-Darm-Verstimmung. Neuste Medienberichte sagen zwar, dass er auf dem Weg der Besserung ist. Schaut man sich die Trainingsfotos jedoch genauer an, stellt man fest, dass er sich immer wieder den Magen hält. Zudem macht er generell keinen gesunden Eindruck, was auch das besorgte Gesicht von Mirka untermauert. Das Australian Open aber ist genau jenes Grand Slam, das einem physisch am meisten abverlangt.

- Die Grippe schwächt Federer aber nicht nur physisch, sondern verhinderte auch, dass er an den Kooyong Classics teilnehmen konnte. Dadurch fehlt ihm eine wichtige Vorbereitung. Zuletzt war es Boris Becker, der es schaffte, ohne Vorbereitungsturnier die Australian Open zu gewinnen. Das war vor über 10 Jahren.


- Federer bräuchte demnach zu Beginn Baseline-Gegner, die es ihm erlauben würden, sich einzuspielen und die fehlende Matchpraxis nachzuholen. Doch egal welcher Gegner früh auf Roger trifft, jeder wird aufgrund der bisher genannten Faktoren seine Chance auf einen Sieg wittern und dementsprechend aggressiv vorgehen.

- Und schliesslich ist da auch noch der neue Belag, der Federer eher nicht entgegen kommt. Der «Plexicushion» ist um einiges langsamer als der alte, was Rebound Aces verhindert. Ein Punkt, der Federers grösstem Widersacher, Rafael Nadal, natürlich entgegen kommt.

- Aber nicht nur Raffa muss der Basler fürchten, sondern auch David Nalbandian, auf den er aufgrund des Tableaus schon ziemlich früh treffen könnte. Nalbandian liegt bei den Wettbüros auf Rang 2 und ist nicht nur deshalb ein unangenehmer Gegner für Federer. Seine Bilanz von 8:8 gegen den Schweizer sagt alles.

Ich wünsche Federer wirklich von ganzem Herzen, dass er das Turnier gewinnt, bin dieses Jahr aber wirklich skeptisch und freue mich auf eure Kommentare.

Euer Al Patron

2007-12-03

Die Nati wird Gruppenzweiter, weil...

Von InsideSports @ 15:36 [ Default ]
(Al Patron)...die Schweiz aus ihren drei Spielen fünf Punkte holt.
Schweiz-Tschechien: Der Schweiz kommt zu Gute, dass sie gleich im Eröffnungsspiel gegen den eindeutig stärksten Gegner ran müssen. Wie die Erfahrung und vergangene Auftaktspiele gezeigt haben, ist das erste Spiel oft ein Abtasten. Niemand will gleich mit einer Niederlage ins Turnier starten. Obwohl die Tschechen mit Cech oder Rosicky über Weltklasse-Spieler verfügen, wird sich die Nati zu einem Unentschieden durchringen. Ein Resultat, mit welchem die Schweizer Fans zufrieden sein werden und die Stimmung im ganzen Land so richtig in Fahrt bringt.

!Fans
Schweiz-Türkei : Mit 30 000 begeisterten Fans im Nacken könnte es für die Nati schon im zweiten Spiel um alles gehen. Köbi wird seine Männer aber auf den Boden der Tatsachen zurückholen, während die Türken nach ihrer Niederlage im ersten Spiel alles nach vorne werfen. Das ermöglicht den Schweizern Konterchancen, die sie auch nutzen. Über 90 Minuten werden sie dem Sturmlauf der Türken aber nicht standhalten können. Sie kassieren den Ausgleich in den letzten Minuten und gehen mit zwei Punkten ins dritte und entscheidende Spiel gegen Portugal.

Schweiz-Portugal: Ein Spiel, das zumindest aus Schweizer Sicht in die Geschichte eingehen wird. Die Tschechen liegen mit 4 Punkten aus den ersten beiden Spielen in Front, Portugal mit 3 Punkten auf dem zweiten Rang, die Schweiz dahinter mit 2 und die Türken mit einem Zähler. Für Köbis Jungs gibts nur eins: Siegen. Wenn wir uns an die Euro 04 zurückerinnern, könnte das ziemlich schwierig werden. Wurden die Portugiesen doch Zweiter. Das Team hat aber trotz hervorragender Einzelkünstler wie Cristiano Ronaldo oder Deco nicht mehr den Spirit wie vor vier Jahren. Zudem fehlt eine Leaderfigur wie Luis Figo, der noch vor vier Jahren geglänzt hat. Eine ganze Nation wird fingernägelkauend vor den Fernsehgeräten sitzen und sich nach dem 1:0-Siegtreffer durch einen Freistoss in den Armen liegen, während die Tschechen dank eines Unentschieden oder eines Sieges den Gruppensieg feiert.

Hallo Deutschland!

2007-11-19

Bode Miller: Einfältige Aussagen eines Supertalents

Von InsideSports @ 14:02 [ Default ]
(Barni Gambel) Skandalnudel Bode Miller macht wieder einmal von sich reden. Und ich dachte schon, es würde ewig dauern. Auf der Piste sorgt der wirblige Ami derzeit nur beschränkt für Aufsehen: 26. im Slalom auf der Reiteralm, 5. bei der Saisoneröffnung in Sölden (Riesenslalom).

Neben den Rennstrecken indes herrscht Hochbetrieb: Zuerst gab der teamunfähige Wohnwagenbesitzer seinen Rücktritt aus der amerikanischen Nationalmannschaft bekannt, dann letzte Woche schockte die Meldung, dass Altmeister Fritz Züger reaktiviert werde und das untrainierbare Supertalent aus New Hampshire für drei Wochen coache. Drei Wochen? Wie soll ich das verstehen? «Mach mal drei Wochen, danach wirst du froh sein, wenn du wieder gehen kannst?». Sind solche Kürzestverträge im Skisport üblich? Mir jedenfalls wäre das neu. Wie auch immer, es kommt noch dicker:



Denn der Querulant wiederholt am Wochenende seine Forderungen, wonach Doping im Spitzensport freigegeben werden sollte. Und er betont, dass er normalerweise immer etwas Alkohol getrunken habe, wenn er auf den Skiern stünde. Bitte Bode, mit allem Respekt dir und deiner rebellischen Art gegenüber, die dem Skisport ja durchaus etwas Farbe verleiht, so einen Schmarren kannst du nicht schon wieder von dir geben. Auch wenn man seine Argumentation teilweise nachvollziehen kann und wohl auch etwas der Frust mitspricht, es kann nicht sein, dass sich Spitzensportler offenkundig für Doping aussprechen. Wo bleibt da die Vorbildfunktion? Vor allem bei einem Teenie-Star wie Miller einer ist?

2007-11-15

Wo bitte schön ist das Opfer?

Von InsideSports @ 14:21 [ Default ]
(Al Patron) Huch. Zwölf Spieler vom FC Thun verhaftet, weil sie angeblich Sex mit einer Minderjährigen hatten. Eine Meldung, die um den Globus geht. Und alle Welt appelliert an die Moral der Thun-Spieler. Doch keiner fragt sich: "Wer ist eigentlich das Opfer?". Und auch jene, die sich fragen, werden keine Antwort erhalten. Die Antwort lautet nämlich: Es gibt kein Opfer.

Die «Clubmatratze», «Dorfschlampe» oder wie sie auch immer in den Foren genannt wird, hat sich ja gar nie über die «sexuellen Handlungen» beklagt. Es hat ihr womöglich sogar gefallen und jetzt ist sie traurig, dass sie nicht noch mehr «Den-hab-ich-auch-gepoppt-Kreuze» an die Wand machen kann.


Ich gehe mal stark davon aus, dass die 15-jährige auch nicht aussah wie 15, sondern wohl eher um fünf Jahre aufgebrezelt war und selber schon so oft rumerzählt hat, sie sei 18, dass sie es selber glaubte. Was also erwartet man von einem Mann, sei er nun Profifussballer oder nicht, wenn er die Chance auf schnellen und unverbindlichen Spass mit einem solchen Girl hat? Sollten sie das Mädchen etwa nach einem Ausweis fragen? Was dürfte man dann überhaupt noch? Und überhaupt: Wäre das Mädchen nur ein paar Monate älter, würde kein Hahn nach dieser Story schreien.

Aber stattdessen versucht man jetzt auf Biegen und Brechen die wahren Täter zu finden und sie an den Pranger zu stellen, um dann mit dem Finger auf sie zu zeigen und «Sexgrüsel» zu rufen. In was für einer Welt leben wir denn eigentlich? Das schadet nur allen anderen involvierten Parteien, die mit der ganzen Sache gar nichts zu tun haben. An dieser Stelle frage ich mich: Warum soll der FC Thun als Institution für das Handeln seiner Spieler büssen. Oder hätte Thun etwa wie der FCZ ein Leitfaden rausgeben müssen, wie sich die Spieler im Umgang mit Frauen zu verhalten haben? Lächerlich.

Dann schadet der ganze Vorfall genau so sehr dem Image der gesamten Schweiz als EM-Gastgeberland. Wir hauen uns also selber in die Pfanne. Das Image können wir aber nicht aufbessern, indem wir jetzt die vermeintlichen «Sexgrüsel» entlarven.


2007-11-08

Sie treiben ein gefährliches Spiel, Herr Lämmli!

Von InsideSports @ 11:12 [ Default ]
(Rico Ros)
Unser Nati-Delegierte, der Lämmli Ernst, ist ein Lieber, Guter - aber halt nicht sehr smart.

Mittlerweile weiss es die ganze Fussball-Welt. Nachfolger von Köbi Kuhn soll Ottmar Hitzfeld werden. Oder Ottmar Hitzfeld - oder Ottmar Hitzfeld. Nötigenfalls würde man sich noch mit FCB-Trainer Christian Gross zufrieden geben.

Weitere Kandidaten/Alternativen? Keine. Nix. Nada.
Wir Schweizer, lässt das Gebahren von Lämmli vermuten, geben uns nur mit den Allerbesten zufrieden.

Was macht Lämmli eigentlich so sicher, dass diese beiden Topleute bei der Nati das Ruder übernehmen wollen? Beide haben einen grossartigen Job - mit grandiosen Perspektiven.
Die Perspektiven bei unserer Nati hingegeben sind keinesfalls so rosig ...


Noch etwas irritiert mich: Weshalb ist das Kandidaten-Feld nicht etwas breiter? Sind etwa ein Jürgen Klinsmann (Kultfigur der Deutschen), Jose Mourinho (Ex-Chelsea), Volker Finke (Ex-Freiburg), Raymond Domenech (Frankreich) oder Sven-Göran Eriksson (bis 2006 Englands Naticoach) kein Thema? Wieso nicht?

Mein Horrorszenario: Hitzfeld will mit Bayern die Champions League erobern; Gross kriegt bei Chelsea einen Job: Was dann, Herr Lämmli?

Ob dann (Schweizer) Notlösungen, etwa Gilbert Gress, Andi Egli, Rolf Fringer oder Urs Schönenberger das gelbe vom Ei wären? Ich mag gar nicht dran denken ...

2007-10-10

Erinnerungen an «goldene Zeiten»

Von InsideSports @ 17:24 [ Default ]
(Barni Gambel) Am Samstag spielt die Schweiz gegen Österreich. Gegen den Mitorganisator der Euro, die in rund 240 Tagen beginnt. Ein Spiel gegen jenes Österreich, dem die Nati nach der erfolgreichen WM 2006 in einer unsäglichen Partie im Herbst 1:2 unterlegen ist. Eine arrogante Truppe überheblicher Egomanen wurde damals zwischen der 12. und der 24. Minute abgewatscht und auf den Boden der Realität zurück geholt. Zum guten Glück, denn offenbar brauchte es diese Ohrfeige der stark kriselnden «Sachertortentruppe», um wieder Ordnung, Wille und Bescheidenheit ins Team zurückzubringen. Es war - vielleicht abgesehen von der Niederlage vom 31. August 1996 gegen Aserbaidschan in der WM-Quali 1998 - eine der bittersten Niederlagen in der Geschichte der Schweizer Nationalmannschaft überhaupt.

Für Samstag stehen die Zeichen besser, auch wenn Coach Kuhn meines Erachtens unverständlicherweise auf einen topfitten Eggimann verzichtet, dafür einen Bankdrücker wie Coltorti ins Tor stellt. Aber Köbi wird schon recht behalten mit seiner Taktik - hoffentlich. Wie auch immer, glücklicherweise spielt die Schweiz nicht im goldenen Aufzug, wie im letzten Spiel gegen Österreich. Dass man Überheblichkeit so schön visualisieren kann, ist einfach fabelhaft!



So, jetzt blicken wir aber noch schnell auf ein vielleicht fast noch dunkleres Kapitel. Diesmal aber beim Gegner: Wir schreiben den 12. September 1990. Der aktuelle Coach Josef Hickersberger steht schon damals am Spielfeldrand, muss aber am 13. September seinen Rücktritt erklären. Erst 15 Jahre später wird er rehabilitiert. Ein gewisser Toni Polster, damals Spitzenspieler beim FC Sevilla, spricht vor dem Spiel sogar von einem 10:0-Sieg, und auch der Gegner rechnet mit einer vernichtenden Niederlage: Ein 0:5 wäre nach Auffassung von Jens Martin Knudsen schon ein «blendendes Ergebnis». Jens Martin Knudsen? Richtig! Das ist der Torhüter der Färöer, die 1990 erstmals an einer EM-Quali teilnehmen.

Das Spiel sollte in die Geschichte eingehen. Nicht nur Knudsen selbst, der eine hervorragende Partie abliefert, Polster und Co. zur Verzweiflung treibt und auch rein optisch einen relativ auffälligen Eindruck hinterlässt (siehe Bild), sondern die gesamte Mannschaft wächst über sich hinaus und profitiert von einem völlig desillusioniert wirkenden Gegner, der Chance um Chance vergibt und grandios scheitert.



Man erzählt sich noch heute, dass jeder der damaligen Spieler der Österreichischen Nationalmannschaft seither jedes Jahr vom färöischen Fremdenverkehrsamt einen Räucherlachs zu Weihnachten geschenkt bekommt. Der damalige und heutige Trainer Josef Hickersberger bekäme angeblich sogar jeden Monat einen. In einem Kicker-Interview bezeichnete er es aber als eine «masslose Übertreibung». Wir lachen trotzdem und überlegen uns, wieviel Schoggi und Käse wir nach dem 10:0 Sieg vom Samstag jährlich an die Ösis liefern.

;-) Gruss, euer Barni

2007-10-08

CC macht mir Sorgen

Von InsideSports @ 09:59 [ Default ]
(Rico Ros)
Altersmilde oder schon ein wenig senil? Der despotische, allmächtige Boss des FC Sion, Christian Constantin, macht mir Sorgen.

Sein FC Sion gerät in Istanbul (Uefa-Cup) mit 1:5 unter die Räder. Und in der Meisterschaft wird man den Ansprüchen seit Wochen nicht (mehr) gerecht (nur 4 Punkte aus den letzten acht Spielen).

Klar ist: Der machthungrige Unternehmer verblüfft die ganze Fussball-Schweiz - denn Trainer Alberto Bigon ist längst überfällig. Längst!

Dass der Italiener noch immer das Zepter schwingt, kommt einem kleinen Wunder gleich.

Constantin wohlgesinnte Beobachter werden mutmassen, der Sion-Präsi habe aus der Vergangenheit gelernt, an Gelassenheit zugelegt und/oder schätze die gute (aber nicht erfolgreiche) Arbeit von Bigon richtig ein.

Für realistische Fans - wie ich es bin - kommen nur folgende Gründe für das Nichthandeln in Frage:
- CC möchte sein Image aufpolieren (Wahlen 2011? Schweizer des Jahres? Audienz beim Papst?) und hält sich deshalb (noch) vornehm zurück.
- CC fehlen die Alternativen. Er wartet, bis das Team am Tabellenende angelangt ist, und steigt dann selbst (als Trainer natürlich) in die Hosen. Es kann dann ja nur noch aufwärts gehen.
- CC fehlt das Kleingeld, um den schlauen Bigon in die Wüste zu schicken. Eventuell hat die Hypothekarkrise auch im Portfolio von Constantin Spuren hinterlassen.

Aber vielleicht überwindet «le chef» seine kurze Schwächephase - und gönnt Bigon bald eine kreative Pause auf seine Kosten ...

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